Rücksichtslose Raser kommen nachts in Hamburg weitgehend ungeschoren davon. Das geht aus einer aktuellen CDU-Anfrage hervor. Demnach wurden im vergangenen Jahr von 4.606 mobilen Geschwindigkeitskontrollen nur 117 und damit 2,5 Prozent nachts (zwischen 22-6 Uhr) durchgeführt. Dies ist zugleich der niedrigste Wert seit dem Regierungswechsel 2011. Und im laufenden Jahr droht ein neuer Tiefstand, denn bis zum 30. September 2017 wurden nur 45 der sogenannten „Messeinheiten“ nachts durchgeführt. Diese Zahlen sind alarmierend. Erst vor kurzem hatte eine Studie des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ergeben, dass Hamburg die „Raserhauptstadt“ unter Deutschlands Großstädten ist und dass die Raser vor allem nachts Gas geben.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Der Senat stellt den Rasern in Hamburg nachts einen Freifahrtschein aus. Seit Jahren steigt die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg. Doch der Senat setzt lieber auf stationäre Blitzer, die den notorischen Temposündern längst bekannt sind. Das taugt wenig, um Rasern die Ketten anzulegen. Rot-Grün muss stattdessen die Zahl der nächtlichen Blitzereinsätze massiv ausweiten, um endlich wirksam Jagd auf Raser zu machen und Unschuldige vor diesen irren PS-Junkies zu schützen.“

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