Heute hat Rot-Grün in der Presse endlich Pläne zur Weiterentwicklung des Fahrradleihsystems „StadtRAD Hamburg“ veröffentlicht. Diese entsprechen erstaunlicherweise jenen Punkten, die die CDU bereits im September 2016 gefordert hatte, die von SPD und Grünen aber erst im April in der Bürgerschaft und dann im Mai im Verkehrsausschuss noch in Bausch und Bogen abgelehnt wurden. So hatte die CDU gefordert, die Zahl der StadtRAD-Stationen bis 2025 auf 300 auszuweiten. Rot-Grün kündigt nun eine Ausweitung auf 350 Stationen bis 2028 an. Zudem hatte die CDU die Erweiterung der StadtRAD-Flotte um Lastenfahrräder, Fahrräder mit Kindersitzen und E-Bikes/Pedelecs beantragt. Daraus hat Rot-Grün nun die Ankündigung von Elektro-Lastenrädern, die auch dem Kindertransport dienen können, zusammengemischt. Konsequenterweise sollten nun auch die übrigen CDU-Forderungen wie die Refinanzierung des jährlichen Defizits durch Werbeanzeigen und die Ausweitung auf Wohngebiete unmittelbar hinter der Landesgrenze, beispielsweise in Norderstedt, übernommen werden.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Ich gratuliere SPD und Grünen ausdrücklich zum erfolgreichen Ideendiebstahl. Denn die Erfolgsgeschichte von StadtRAD Hamburg ist kein Selbstläufer. Das vom CDU-Senat 2009 geschaffene Fahrradleihsystem muss fortlaufend weiterentwickelt werden, um auf sich verändernde Kundenbedürfnisse reagieren zu können und nicht eines Tages in die Versenkung zu radeln. Daher muss auch sichergestellt werden, dass es in Zukunft nicht wieder wie vor kurzem erst zu einem längerfristigen Komplettausfall von StadtRAD Hamburg kommen kann. Dass Rot-Grün selbst bei der Weiterentwicklung von StadtRAD nicht auf dieses unnütze Spielchen – Opposition beantragt, Regierungsfraktionen lehnen ab und bringen diese dann selbst neu ein – verzichten kann, ist zwar bedauerlich, aber verzeihlich. Opposition wirkt und ich lade Rot-Grün nun ausdrücklich ein, auch den Rest unserer guten Ideen noch mitaufzunehmen.“

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