Senioren und Fußgänger kommen in Hamburg immer häufiger unter die Räder

Im ersten Halbjahr 2015 sind 20 Prozent mehr Senioren und elf Prozent mehr Fußgänger bei Verkehrsunfällen in Hamburg zu Schaden gekommen als im ersten Halbjahr 2014. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Anfrage der CDU an den Senat. Auch die Zahl der verunglückten Kinder ist in einigen Bezirken enorm angestiegen (Mitte +32 Prozent, Altona +23 Prozent und Nord +15 Prozent). Die CDU fordert vom rot-grünen Senat daher eine unideologische und ausgewogene Verkehrspolitik bei der die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer an oberster Stelle steht.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion: „Wer als Fußgänger in Hamburg unterwegs ist, lebt insbesondere in höherem Alter immer gefährlicher. Nun rächt sich, dass genau diese Gruppe in den vergangenen Jahren bei der Verkehrsplanung des Senats und der Bezirke sträflich vernachlässigt wurden. Symptomatisch für diese Vernachlässigung ist, dass das 2008 vom damaligen CDU-geführten Senat gegründete „Forum Verkehrssicherheit Hamburg“ mit seinen insgesamt 28 Kooperationspartnern seit Jahren nicht mehr getagt hat. SPD und Grüne müssen die Verkehrssicherheit endlich zum obersten Gebot machen, statt im ideologischen Blindflug alles dem Radverkehr unterzuordnen und wie am Rugenfeld, Fußwege zurückzubauen. Dazu gehört, dass das „Forum Verkehrssicherheit Hamburg“ schleunigst vom rot-grünen Senat aus dem Dornröschenschlaf geholt wird. Außerdem muss die generell wünschenswerte Förderung des Radverkehrs mit Augenmaß statt mit der grün-roten Brechstange erfolgen. Denn auch die Zahl der verunglückten Fahrradfahrer bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Ob ausgerechnet der anhaltende Trend, Fahrradwege auf die Straße zu verlagern, daran etwas ändern wird, ist mehr als fraglich.“

Team Thering

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