Die Zahl der Verkehrsunfälle in Hamburg stagniert auf hohem Niveau. Dies geht aus der Senatsantwort auf eine aktuelle Anfrage der CDU zu den Unfallzahlen 2017 hervor. So ereigneten sich im vergangenen Jahr 67.881 Unfälle auf und an Hamburgs Straßen und verursachten einen volkswirtschaftlichen Schaden von 627 Millionen Euro. Dies ist der zweithöchste Wert seit dem Regierungswechsel 2011. Allerdings ist die Zahl der bei Verkehrsunfällen schwer verletzten Personen im Jahresvergleich um 20 auf 850 gestiegen. Die Zahl der Verkehrstoten blieb nahezu unverändert bei 28 (2016: 29), darunter alleine 13 Fußgänger. Aus Sicht der CDU rächt sich, dass sich SPD und Grüne weiterhin an der PR-tauglichen Verkehrsfiktion der „Vision Zero“ verbeißen, statt wie von der CDU im letzten Herbst gefordert, die Unfallbekämpfung mit einer „Taskforce“ in den Mittelpunkt der Verkehrspolitik zu stellen. Auch dass sich von den 28 Verkehrsunfällen mit tödlichem Ausgang 23 auf der Fahrbahn ereigneten und nur einer an einem Radweg, zeigt die falsche Schwerpunktsetzung von SPD und Grünen. Denn der rot-grüne Senat hat seit 2015 vielerorts Rad- und Schutzstreifen auf die Straßen gepinselt und dadurch Radfahrer auf Hauptverkehrsstraßen neben 40-Tonnen-Lkw gezwungen.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Hamburgs Straßen bleiben ein gefährliches Pflaster. Rund 186 Mal kracht es hier jeden Tag. Hamburg ist damit von der Umsetzung der von SPD und Grünen beschworenen Verkehrsfiktion der ‚Vision Zero‘ nach wie vor meilenweit entfernt. Dass 13 Fußgänger im vergangenen Jahr zu Tode gekommen sind, muss alle Alarmglocken schrillen lassen. Die Anliegen der Fußgänger wurden seit 2011 komplett ignoriert. Die kürzlich nach sieben SPD-Regierungsjahren urplötzlich und hektisch aus dem Hut gezauberte Gehweg-Offensive kommt viel zu spät und hat mit seriöser Verkehrspolitik nichts zu tun. Diese braucht es aber mehr als je zuvor. Mobilität ist das Lebenselixier für das öffentliche Leben und den wirtschaftlichen Erfolg in einer Millionenmetropole wie Hamburg. Ohne Sicherheit ist Mobilität aber zum Scheitern verurteilt.“

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