Am Donnerstag, 30. November 2017, weiht Olaf Scholz die Flüchtlingsunterkunft am Poppenbütteler Berg ein. Die ersten 117 Flüchtlinge sind bereits eingezogen. Weitere werden folgen. Die Bebauung der grünen Wiese am Poppenbütteler Berg war gegen den Widerstand zahlreicher Anwohner von Rot-Grün im Hamburger Senat und der Bezirksversammlung Wandsbek durchgesetzt worden. Auf Drängen der Anwohner ist ein Bürgervertrag geschlossen worden, der die Bedingungen für den Bau der Unterkunft festgelegt hat. Einige Punkte dieses „Bürgervertrags“ sind bisher immer noch nicht umgesetzt worden und es bleiben weitere Fragen offen. Nach dem Rückzug der Johanniter gibt es beispielsweise immer noch keinen Betreiber der Anfang 2018 zu eröffnenden Kita auf dem Gelände der Unterkunft. Für die zweite Kita ist bisher weder ein Träger ausgewählt noch überhaupt ein Bauantrag eingereicht. Bis Ende 2019 ist zwar die Reduzierung auf 300 Flüchtlinge zugesagt, allerdings nur als „Obergrenze für die öffentlich‐rechtliche Unterbringung“, was bedeutet, dass natürlich in die zusätzlich geplanten Sozialwohnungen im Quartier trotzdem Flüchtlinge ziehen können.

Dazu erklärt Dennis Thering, CDU-Bürgerschaftsabgeordneter für das Alstertal und die Walddörfer:

„Die Flüchtlingsunterkunft am Poppenbütteler Berg ist eine Geschichte des Tricksens und Täuschens. Damit hat Rot-Grün auch die Aufnahmebereitschaft der Anwohnerinnen und Anwohner vor Ort stark auf die Probe gestellt. Erst haben SPD und Grüne versucht, mit viel zu niedrigen Belegungszahlen vor Ort Unterstützung zu sammeln. Als das nicht geklappt hat, ist man auch hier auf das Mittel eines Bürgervertrags ausgewichen, der jedoch nur zögerlich umgesetzt wird. Es ist mir unbegreiflich, wie gute Integration funktionieren soll, wenn die soziale Infrastruktur vor Ort nicht ausreicht. Der Senat hat wieder einmal nicht geliefert. Wir werden sehr genau darauf achten, dass die zugesicherte Reduzierung auf 300 Flüchtlinge bis Ende 2019 eingehalten wird. Außerdem werden wir den Druck hochhalten, dass in dem Quartier eine Durchmischung erfolgt und in die 180 Sozialwohnungen in dem Quartier nicht ebenfalls überwiegend Flüchtlinge einziehen. Diese ist Grundvoraussetzung für das Gelingen der Integration und verhindert Ghettobildung. Das städtische Unternehmen fördern & wohnen hat hier eine Schlüsselrolle, denn es ist Investor und Vermieter in einem und kann entscheiden, wer in die Wohnungen zieht. Des Weiteren ist Hamburg wieder um eine Grünfläche ärmer. Rot-Grün hat dutzende Wohnungen auf einer eigentlich unantastbaren Fläche im Landschaftsschutzgebiet gebaut. Dieser Grünflächenfraß im Alstertal und den Walddörfern muss ein Ende haben. Wir können nicht alle noch freien Flächen bebauen. Das zerstört den Charakter unserer Stadtteile und macht sie weniger lebenswert.“

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