In der Diskussion über die Zukunft der Köhlbrandquerung hat Verkehrssenator Horch die Option einer Maut für Kraftfahrzeuge speziell für diesen Abschnitt ins Spiel gebracht. Diese wäre aus Sicht der CDU das genaue Gegenteil von moderner Mobilität. Zusammen mit den von den Grünen sehnlichst herbeigewünschten Dieselfahrverboten würde damit ein Verkehrsflickenteppich entstehen. Unsinnige Ausweichverkehre und zusätzliche Staus wären die unmittelbare Folge. Was die Ausgestaltung einer zukünftigen Köhlbrandquerung angeht, hatte die CDU bereits 2014 für eine Tunnellösung geworben. Mit dieser wäre die Schiffsgrößenentwicklung endgültig kein Problem mehr. Insbesondere das Container Terminal Altenwerder (CTA) würde hiervon profitieren. Außerdem wäre die Tunnellösung aufgrund der gestiegenen Anforderungen an eine neue Brückenlösung (Anstieg der Brückenhöhe von aktuell 53 auf über 70 Meter) deutlich kosteneffizienter. Eine Sondermaut wäre vor allem vor dem Hintergrund der bereits eingeführten, aber noch nicht erhobenen, Infrastrukturabgabe für ganz Deutschland unsinnig.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Die Köhlbrand-Maut ist keine Lösung. Diese würde der Mobilität weit über den Hafen hinaus schaden statt nützen. Der Köhlbrand ist die Lebensader für den Verkehr im südlichen Hafengebiet. Das gilt für Schiffs- und den Kfz-Verkehr gleichermaßen. Die Tunnellösung hätte hingegen unschlagbare Vorteile. Vor allem gilt: Wer mit Blick auf die wachsenden Containerriesen auf den Weltmeeren ja zur Elbvertiefung sagt, muss auch ja zur Tunnellösung sagen. Entscheidend wird sein, dass der Hamburger Senat dieses Thema aktiv und konstruktiv beim Bund vorantreibt, denn eine neue Köhlbrandquerung egal welchen Typs fällt nicht einfach so aus dem Berliner Verkehrshimmel auf Hamburger Boden. Hier verbietet sich insbesondere ein Finanzpoker, wie wir ihn aktuell bei der U5, der S4 und der S21 erleben. Schon bei den Finanzen für Olympia in Hamburg hatte sich der Senat gegenüber dem Bund verzockt, mit fatalen Folgen für diese Jahrhundertchance.“

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