Der Hamburger Hauptbahnhof ist mit täglich über 500.000 Reisenden hoffnungslos überlastet. Der wesentliche Grund dafür ist, dass in Hamburg alle S- und U-Bahnlinien durch dieses Nadelöhr müssen. Mit einem Antrag fordert die CDU den Senat auf, das Netz der S- und U-Bahnstrecken grundlegend zu überplanen. Hauptziel muss dabei der Bau von Tangentialverbindungen und Ringlinien sein. Diese könnten den Hauptbahnhof effektiv und nachhaltig entlasten und die Reisegeschwindigkeit in Hamburgs öffentlichem Nahverkehr spürbar erhöhen.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Der Hamburger Hauptbahnhof platzt buchstäblich aus allen Nähten. Hauptgrund dafür ist, dass in Hamburg sämtliche S- und U-Bahnlinien durch dieses Nadelöhr geführt werden. Schon kleine Störungen führen zu großen Problemen im Betriebsablauf. Massive Verspätungen sind die Folge, die sich auf das gesamte Schnellbahnnetz auswirken. Es ist absurd, dass auch die am Reißbrett neu geplante Linie U5 wieder durch diesen Engpass geführt wird. Damit wird die Verschlimmerung der Kapazitätsprobleme billigend in Kauf genommen. Eine wirkliche Entzerrung des Schienenknotens Hauptbahnhof kann langfristig nur gelingen, wenn das U- und S-Bahnnetz so umgestaltet wird, dass nicht mehr alle Linien durch einen Bahnhof geführt werden. München und Berlin machen das erfolgreich vor. Wir wollen, dass die Umsetzbarkeit von Tangentialverbindungen und Ringlinien geprüft werden. Alle anderen Überlegungen zur Kapazitätssteigerung des Hauptbahnhofs sind hingegen nur kosmetische Eingriffe und Augenwischerei, weil die eigentliche Ursache der Überlastungsmisere nicht behoben wird.“

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