Im ersten Halbjahr dieses Jahres ereigneten sich 33.797 Verkehrsunfälle auf Hamburgs Straßen. Das ist der höchste gemessene Wert in einem ersten Halbjahr seit 2011. Dies geht aus einer aktuellen CDU-Anfrage an den rot-grünen Senat hervor. Auch die starke Zunahme bei Verkehrstoten (+ 67 Prozent) und bei Unfällen mit Kindern (+ 8,9 Prozent) geben Anlass zur Sorge. Diese Negativentwicklung hat politische Gründe. Verkehrssicherheit war viel zu lange ein Randthema für den Senat. Die Entwicklung bei den Unfällen durch Rotlichtverstöße (+ 16,8 Prozent gegenüber 2011 auf 341 im ersten Halbjahr 2017) belegt dies exemplarisch. Denn ausgerechnet im letzten Jahr hat Rot-Grün die Zahl der Rotlichtkontrollen um 31 Prozent zurückgefahren, wie bereits im März durch eine weitere CDU-Anfrage herauskam.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Das Siebenjahreshoch bei den Verkehrsunfällen spricht für sich. Hamburgs Straßen werden immer mehr zu einem gefährlichen Pflaster. Insbesondere die starke Zunahme (67 %) bei den Verkehrstoten ist erschreckend. Hamburg liegt damit deutlich über dem Bundesschnitt und sogar über den Zahlen Berlins. Bedrückend ist auch die starke Zunahme von Unfällen mit Kindern um fast neun Prozent. Doch diese miserable Bilanz ist kein Naturereignis, das aus heiterem Himmel über uns gekommen ist. Sie ist die logische Konsequenz der fehlgeleiteten Verkehrspolitik der vergangenen Jahre. Viel zu lange haben sich SPD und GRÜNE auf ideologische Prestigeprojekte wie das Aufpinseln von Radfahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen oder pseudowirksame Dieselfahrverbote eingeschossen. Die Verkehrssicherheit ist hierdurch buchstäblich unter die Räder geraten. Das zeigen das Runterfahren der Rotlichtkontrollen und der simultane Anstieg der Rotlichtdelikte schonungslos. Statt den Kontrolldruck auf den Straßen hochzuhalten, hat sich Rot-Grün damit begnügt, die Zahl der Knöllchenschreiber massiv aufzustocken und das Stadtsäckel zu füllen. Dabei ist es eine Binsenweisheit: Verkehrssicherheit kostet. Hamburg braucht dringend eine ‚Task-Force Unfallbekämpfung‘. Geld dafür hat der Senat genug.“

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