Heute ist der sogenannte „Straßenzustandsbericht“ veröffentlicht worden. Demnach wurden im vergangenen Jahr in Hamburg 151 Kilometer Fahrstreifen auf Hamburgs Straßen saniert und der Senat gibt vor, hierdurch sein selbstgestecktes Ziel bei der Straßensanierung zu „erfüllen“. Im Koalitionsvertrag hatten SPD und Grüne allerdings versprochen, 500 Kilometer Fahrbahn in dieser Legislaturperiode (und damit 100 Kilometer Fahrbahn pro Jahr) in Ordnung zu bringen. Aus einem Kilometer Fahrbahn werden bei bspw. drei Spuren drei Kilometer Fahrstreifen. Das reale Volumen der Straßensanierung in Hamburg liegt, gemessen in Fahrbahnkilometern, somit deutlich niedriger als jetzt vom Senat behauptet. Es wiegt daher umso schwerer, dass der Senat im aktuellen Bericht zudem eingestehen musste, dass insbesondere der Zustand der Straßen in den Bezirken sich erneut deutlich verschlechtert hat.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Ein Griff in die Statistik-Trickkiste macht noch keine guten Straßen in Hamburg. Während insbesondere die Wohnstraßen in den Bezirken immer maroder werden, versucht der Senat mit dem Hinweis auf sanierte Fahrstreifen seine eigene Bilanz zu frisieren. Statt solcher Tricksereien sollte der Senat lieber ernsthaft versuchen, den Sanierungsstau auf Hamburgs Straßen abzubauen. Dieser schadet nämlich Wirtschaft, Verkehrssicherheit und Umwelt gleichermaßen.“

Hintergrund:

Das Netz der Hauptverkehrsstraßen in Hamburg umfasst rund 560 Kilometer Fahrbahn mit rund 1.650 Kilometern an Fahrstreifen. 74 Kilometer sanierter Fahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen im Jahr 2017 entsprechen somit einem Anteil von rund 4,5 Prozent am Gesamtbestand der Fahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen in Hamburg.

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