Das Statistische Bundesamt (DeStatis) hat heute die deutschlandweiten Verkehrsunfallzahlen für das erste Halbjahr des laufenden Jahres veröffentlicht. Sowohl bei der Entwicklung der Verletzten insgesamt als auch speziell bei der Zahl der Verkehrstoten liegt Hamburg demnach deutlich über dem Bundestrend. So kamen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 15 Personen auf Hamburgs Straßen ums Leben, ein Anstieg um sechs Fälle bzw. 67 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit kamen in Hamburg trotz deutlich geringerer Einwohnerzahl mehr Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben als in Berlin (14 Verkehrstote).

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Hamburgs Straßen werden mehr und mehr zu einem gefährlichen Pflaster. Insbesondere der Vergleich zu Berlin zeigt dies überdeutlich. Nach sechs Jahren SPD-Regierungszeit braucht Hamburg dringend einen Neuanfang in der Verkehrspolitik. Die Zeit für waghalsige Verkehrsexperimente wie Radfahrstreifen auf Hauptverkehrsstraßen ist nun endgültig abgelaufen. Statt jedes Jahr fast 600.000 Euro für eine überflüssige Radverkehrskoordinatorin und einen überforderten Verkehrsstaatsrat aus dem Fenster zu werfen, sollte Rot-Grün dieses Geld besser in die Verkehrssicherheit investieren. Hamburg braucht dringend eine ´Task Force Unfallbekämpfung´, in der Vertreter von Behörden, Bezirken, Polizei und Verbänden unter wissenschaftlicher Begleitung erfahrener Unfallexperten ohne Denkverbote nach einem Ausweg aus der Unfallkrise suchen. Außerdem muss der Senat jetzt sofort die von der unionsgeführten Bundesregierung geschaffenen Erleichterungen bei der Anordnung von Tempo 30 vor „sozialen Einrichtungen“ in Hamburg wirksam werden lassen, um die besonders gefährdeten Personen im Stadtverkehr besser zu schützen.“

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