Am 13.02.2013 wurde bekannt, dass sich die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. finanziell an der Kampagne „Unser Hamburg – Unser Netz“ beteiligt und sich für den stark umstrittenen Rückkauf der Energienetze einsetzt. Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. erhält jährlich Haushaltsmittel von der Stadt, insbesondere, um die Bürger über die ihnen zustehenden Rechte zu beraten und über Risiken im Geschäftsleben aufzuklären. Der Rückkauf der Energienetze würde die Hamburgerinnen und Hamburger über 2 Mrd. Euro kosten. Gleichzeitig würde im Falle einer Durchführung des hierzu geplanten Volksentscheids mit zusätzlichen Kosten für die Freie und Hansestadt Hamburg in Höhe von 2,5 Mio. Euro gerechnet werden.

Zur Rolle der Verbraucherzentrale erklärt Dennis Thering, verbraucherschutzpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:
„Es ist nicht die Aufgabe der überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanzierten Verbraucherzentrale, einen privaten Verein und damit ein politisch stark umstrittenes Projekt zu unterstützen. Würde die Verbraucherzentrale ihren Aufklärungsauftrag ernst nehmen, dürfte sie ein solches Vorhaben wie der Netzrückkauf mit seinen unkalkulierbaren Risiken niemals so unkritisch begleiten und fördern.

Die Verbraucherzentrale sollte die ihr zur Verfügung gestellten Steuergelder besser zur Bekämpfung tatsächlicher Missstände einsetzen, anstatt ein Milliarden teures Vorhaben zu unterstützen, dessen Nutzen für den Verbraucher ohnehin bezweifelt wird. Es muss geprüft werden, ob die Verbraucherzentrale damit ihren satzungsrechtlich festgeschriebenen Zweck überschritten hat.“

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