Das Parken in zweiter Reihe ist gefährlich. Die CDU hat sich in der laufenden Wahlperiode mehrfach für ein härteres Vorgehen gegen das weit verbreitete Zweite-Reihe-Parken eingesetzt, u.a. mit dem bereits im Mai 2016 veröffentlichten Radverkehrskonzept. Eine Kampagne gegen das Falschparken ist daher prinzipiell zu begrüßen. Der vom ADFC in diesem Kontext eigenmächtig gestartete Aufruf, Fotos von falsch geparkten Autos im Internet zu veröffentlichen, ist aber der vollkommen falsche Weg. Ein solcher Internetpranger fördert Denunziantentum und schadet dem Verkehrsklima. Der Senat, der durch die Innenbehörde, den Landesbetriebs Verkehr (LBV) und die Polizei gleich mehrfach im Forum Verkehrssicherheit vertreten ist, muss sich schleunigst und unmissverständlich von diesem Internetpranger distanzieren. Der Kampf gegen Zweite-Reihe-Parker ist und bleibt originäre Aufgabe der Polizei und des LBV.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Zweite-Reihe-Parken ist kein Kavaliersdelikt. Seit Beginn der Wahlperiode reden wir auf den Senat ein, damit er stärker gegen diese lebensgefährliche Unsitte vorgeht. Falschparker gefährden die Verkehrssicherheit, gerade auch für Kinder. Zweite-Reihe-Parker und Falschparker auf Fahrradstreifen müssen abgezettelt werden. Allerdings von der Polizei und vom LBV und nicht von selbsternannten Hilfssheriffs oder einer ´Fahrradguerilla´. Das Vorgehen des ADFC, einzelne Fahrzeuge und deren Halter an den Pranger zu stellen, ist der völlig falsche Weg. Solche Mittelaltermethoden schaden dem Verkehrsklima und untergraben das Ansehen staatlicher Stellen. Der Senat und seine Radverkehrskoordinatorin müssen sich hiervon umgehend und deutlich distanzieren.“

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