Laut der heute vom ADAC veröffentlichten „Staubilanz 2019“ hat sich die Situation auf Hamburgs Autobahnen noch einmal dramatisch verschlechtert. Demnach stieg die Gesamtstaudauer 2019 gegenüber dem Vorjahr um sage und schreibe 1.460 Stunden bzw. zwölf Prozent auf 13.397 Stunden. Das ist ein neuer Rekordwert und im Vergleich zu 2015 mit 9.382 Staustunden sogar ein Anstieg um fast 44 Prozent. Diese Zahlen sind eine verkehrspolitische Katastrophe, vor allem weil die weiteren Aussichten extrem düster sind. Mit der Sanierung der „Hochstraße Elbmarsch“ , dem Ausbau der A7 südlich des Elbtunnels, dem Ausbau der A1, dem Bau der Hafenautobahn A26-Ost usw. droht in den kommenden Jahren noch viel schlimmeres Ungemach. Da Baustellen sich nicht einfach auflösen lassen, setzt die CDU auf einen konsequenten Mehrschichtbetrieb bei Baumaßnahmen auf Autobahnen und erneuert ihre in den vergangenen Jahren mit dem Blick auf den Ballungsraum Hamburg erhobenen Forderungen nach einem integrierten Verkehrskonzept (Straßen, Schienen und Wasserwege), einer gemeinsamen Koordinierungsstelle für Straßenbaustellen sowie einem „Pakt für P+R und Pendeln“. Ein solcher Kraftakt liegt im ureigenen Interesse Hamburgs, kann aber nur im engen Schulterschluss mit den Umlandgemeinden, Nachbarbundesländern und dem Bund gelingen.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion:

„Die Staustadt Hamburg ist Rot-Grün längst über den Kopf gewachsen. Die Folgen sind dramatisch. Stau ist die ‚Mutter aller Verkehrsprobleme‘. Egal ob Unfälle, Luftschadstoffe oder steigende Transportkosten: Stau schadet den Menschen, der Umwelt und der Wirtschaft gleichermaßen. Und mit weiteren Autobahngroßprojekten droht sich die Lage noch zu verschlimmern. Alleine wird Hamburg das Stauproblem schlichtweg nicht in den Griff bekommen. Staus müssen vor den Stadttoren gestoppt werden. Denn haben sich Staus an neuralgischen Punkten auf Hamburger Gebiet erstmal gebildet, ist es zu spät. Die rot-grüne Kleinstaaterei und Selbstzufriedenheit der vergangenen Jahre hat unsere Stadt in eine fatale Sackgasse geführt. Nur gemeinsam mit den Umlandgemeinden, Nachbarbundesländern und dem Bund können wir dem Stauchaos Herr werden. Außerdem müssen Baumaßnahmen gerade auf Autobahnen konsequent im Mehrschichtbetrieb erfolgen.“

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