Das städtische Baustellenmanagement weist erhebliche Defizite auf. Dies geht aus der Senatsantwort auf eine aktuelle Anfrage der CDU hervor. Nur an rund einem Prozent der Straßenverkehrsbaustellen in Hamburg wird im Mehrschichtbetrieb gearbeitet. An 99 Prozent fällt hingegen nach einer Schicht der Hammer. Auch Bonus-Malus-Regelungen als Anreiz zum pünktlichen Abschluss der Bautätigkeit werden in Hamburg nicht angewandt. Noch vor kurzem hatte die Pressestelle der Verkehrsbehörde allerdings behauptet, dass beides längst „Alltag“ in Hamburg sei. Als genauso falsch hat sich auch die Behauptung führender Vertreter von SPD und Grünen erwiesen, wonach die in den letzten Monaten beklagten Probleme mit Baustellen im Straßennetz vor allem daher rührten, dass deren Zahl angeblich stark zugenommen habe. Dies ist nachweislich falsch. 2017 gab es 1.243 Baustellen in Hamburg, 2012 und 2013 waren es mit 1.333 bzw. 1.337 aber deutlich mehr. Die CDU fordert daher einen Neustart beim städtischen Baustellenmanagement. Als Grundlage hierfür sollten jene Punkte eines CDU-Antrags aus dem August dienen, den SPD und GRÜNE in der Bürgerschaft abgelehnt haben.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Die rot-grüne Märchenstunde beim Baustellenmanagement ist vorbei. Die unerträgliche Staubelastung kostet den Bürgerinnen und Bürger wertvolle Lebenszeit, schadet der Wirtschaft und belastet die Umwelt. Jetzt wissen wir, dass die Schutzbehauptung von SPD und Grünen falsch war, man würde den angeblichen Sanierungsstau früherer Senate abarbeiten. Die Zahl der Baustellen hat sich in den letzten Jahren nicht merklich erhöht und lag sogar teilweise unter den Zahlen von 2011. Das zeigt, dass das Baustellenchaos in unserer Stadt hausgemacht ist. Der Senat kann doch niemandem mehr erklären, dass an den Baustellen bereits ab 15 Uhr die Arbeit eingestellt und dadurch die Fertigstellung unnötig verzögert wird. An vielen Stellen kann ohne weiteres 16 Stunden am Tag gearbeitet werden. Auch alle anderen Baustellen müssen künftig bis 18 Uhr betrieben werden. Zudem brauchen wir ein effektives Bonus-Malus-System bei der Auftragsvergabe. Wird dann noch härter gegen Zweite-Reihe-Parker vorgegangen, werden die Ampelschaltungen optimiert und wird eine echte länderübergreifende Baustellenkoordinierung installiert, kann der Baustellenfrust in Hamburg der Vergangenheit angehören. Es darf keine Ausreden mehr geben, der muss Senat liefern!“

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