Fast 1.000 Mal wurde die automatische Messung der Fahrzeughöhen, kurz „Höhenkontrolle“, am Elbtunnel seit Anfang 2011 bis Mitte Juni 2018 ausgelöst. Knapp zwei Drittel (659) der daraus resultierenden Sperrungen der A7 erfolgten in Fahrtrichtung Norden, nur ein Drittel (339) in Fahrtrichtung Süden. Dies geht aus der Senatsantwort auf eine aktuelle CDU-Anfrage hervor. Der Nord-Süd-Unterschied ist vor allem deshalb ein Problem, weil die A7 in Fahrtrichtung Norden nach Auslösen der Höhenkontrolle erst nach der letzten Ausfahrt vor dem Elbtunnel, der Anschlussstelle (AS) Waltershof, gesperrt wird. Besonders hartnäckige Staus sind die unmittelbare Folge. Der Fall des mit einem Windradflügel beladenen, zu hohen Schwertransports am Mittwoch vor zwei Wochen hat diesen Schwachpunkt erneut schonungslos offengelegt. Die CDU setzt sich daher mit einem Antrag dafür ein, die Höhenkontrolle am Elbtunnel in Fahrtrichtung Norden samt Sperrpunkt vorzuverlagern. So könnten zu hohe Fahrzeuge im Falle des Auslösens der Höhenkontrolle vor der AS Waltershof gestoppt und ggf. abgeleitet werden. Die Sperrungen würden auf ein zeitliches Minimum reduziert. Dies ist nördlich des Elbtunnels in Fahrtrichtung Süden vor der AS Othmarschen bereits möglich. Außerdem fordert die CDU, dass der 2019 beginnende und vom Bund komplett finanzierte Ausbau der A7 südlich des Elbtunnels dazu genutzt wird, auch in der Auffahrt der AS Waltershof eine Höhenkontrolle einzurichten. In der Auffahrt der AS Othmarschen gibt es diese zusammen mit einem Haltepunkt und einer Ausweichspur schon heute.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Der Neue Elbtunnel ist ein Nadelöhr für den innerdeutschen und den transeuropäischen Waren- und Personenverkehr. Das Nord-Süd-Gefälle bei der Höhenkontrolle ist daher äußerst problematisch. Denn ist das ‚Nadelöhr Elbtunnel‘ in Fahrtrichtung Norden erst einmal verstopft, kann man es nur schwer wieder freikriegen. Angesichts der rund 124.000 Fahrzeugen, die den Elbtunnel täglich passieren, besteht hier dringender Handlungsbedarf. Die Höhenkontrolle und der Sperrpunkt müssen vor die Anschlussstelle Waltershof verlagert werden. Auch die Auffahrt dieser Anschlussstelle in Fahrtrichtung Norden muss in den Blick rücken. Mit dem A7-Ausbau öffnet sich ein einmaliges Gelegenheitsfenster, diese Staufalle im Süden des Elbtunnels dauerhaft zu entschärfen.“

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