„StadtRAD Hamburg“ wird im kommenden Jahr erheblich teurer. Dies hat die Verkehrsbehörde heute erneut angekündigt. Demnach wird der Minutentarif zwischen 25-33 Prozent erhöht und eine komplett neue Jahresgebühr eingeführt. Aus Sicht der CDU ist diese Verteuerung weder finanziell geboten noch verkehrspolitisch sinnvoll. Die Kosten für die in der Tat notwendige Weiterentwicklung des Erfolgsmodells „StadtRAD“ könnten einerseits durch Werbung auf den Leihrädern und an den Ausleihstationen gegenfinanziert werden. Diese sowie weitere Forderungen hatte die CDU bereits im Herbst 2016 mit einem Bürgerschaftsantrag erhoben. Andererseits wird es alleine beim Bau der S-Bahnstation Elbbrücken zu Mehrkosten von mindestens 22 Millionen Euro gegenüber den ursprünglich geplanten Gesamtkosten (= 35 Millionen Euro) kommen. Der von der Stadt an die Deutsche Bahn (DB) als Betreiber von „StadtRAD“ gezahlte Ausgleichsbetrag von rd. drei Millionen Euro jährlich könnte mit diesem Geld über Jahre gedeckt werden. Dabei wäre jeder Cent mehr für die Radverkehrsförderung sehr gut angelegt, um noch mehr Menschen zum Umstieg auf das Rad zu bewegen. Bereits im Sommer war bekannt geworden, dass der Radverkehrsanteil in Hamburg seit 2008 bis heute nur von damals 12 auf jetzt 15 Prozent gestiegen ist. Angesichts der dramatischen Stauentwicklung in Hamburg ist diese Entwicklung nicht zufriedenstellend.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Diese Preissteigerung ist pures Gift für die Mobilität in Hamburg. Gerade in Zeiten von immer neuen Staurekorden, überfüllten Bussen und Bahnen sowie Problemen mit Schadstoffemissionen kann es sich Hamburg nicht leisten, potentielle StadtRAD-Kunden durch Preiserhöhungen zu verprellen. Die Kosten für die notwendige Weiterentwicklung von StadtRAD Hamburg dürfen nicht auf die Kunden abgewälzt werden. Dass eine Refinanzierung über Werbung auf den Leihrädern und an den Ausleihstationen funktionieren kann, haben Konkurrenten wie ‚nextbike‘ bereits bewiesen.“

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