2007 gab es 1.315 Baustellen auf Hamburgs Straßen und damit mehr als 2017 (= 1.243). Auch in den Jahren 2016 (= 1.108) und 2015 (= 1.245) gab es jeweils weniger Straßenbaustellen als zehn Jahre zuvor (2006: 1.180; 2005: 1.239). Dies geht aus dem Vergleich der Senatsantworten auf zwei aktuelle CDU-Anfragen (Drs. 21/14904 und Drs. 21/14500) hervor. Die von Vertretern von SPD und Grünen in den vergangenen Monaten vorgetragene Behauptung, Schuld am aktuellen Sanierungsstau und dem Baustellenchaos in Hamburg seien alleine die Versäumnisse der CDU-geführten Senate des vergangenen Jahrzehnts, ist damit widerlegt. Zumal die Zahl der Straßenbaustellen in Hamburg spätestens mit der CDU-Alleinregierung deutlich gestiegen war und zwischen 2004 bis 2009 mit durchschnittlich 1.235 pro Jahr trotz wirtschaftlich schwieriger Zeiten auf dem Niveau der SPD-Regierungszeit seit 2011 mit 1.250 Baustellen pro Jahr (bis einschließlich 2017) lag. Aus Sicht der CDU ist damit bewiesen, dass nicht die reine Zahl der Baustellen an sich für das aktuelle Chaos in Hamburg verantwortlich ist, sondern deren mangelhafte Koordinierung.

Dazu erklärt Dennis Thering, verkehrspolitscher Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion:

„Die Planung und Koordinierung der Straßenbaustellen sind das Sorgenkind der Hamburger Verkehrspolitik. Statt sich wie besessen immer wieder Märchen über die CDU-Regierungszeit zu erzählen, muss Rot-Grün endlich die hausgemachten Probleme der Gegenwart lösen. Ob baustellenbedingte Stauinfarkte in Zukunft verhindert werden ist die Messlatte für den neuen Verkehrssenator. Bereits im August hatten wir als CDU einen Aktionsplan zur Linderung der Last durch Straßenbaustellen in Hamburg vorgelegt. Die Behauptung der Verkehrsbehörde, die darin geforderten Punkten, seien ´längst Alltag´, hat sich hingegen als falsch herausgestellt. Nichts zeigt dies deutlicher, als dass SPD und Grüne die von der CDU geforderten Punkte wie den Mehrschichtbetrieb und Strafzahlungen bei Bauzeitüberschreitungen nun selbst von der eigenen Behörde einfordern. Dieses Fehlereingeständnis ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.“

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